Businessplan & Finanzplan

Businessplan

Der Businessplan zeigt auf, wie Sie Ihre Geschäftsidee verwirklichen wollen. Der Inhalt deckt in der Regel folgende Themen ab: Produkt(e), Technologie und Dienstleistungen; Strategie und Positionierung; Businessmodell (Geschäftslogik, Alleinstellungsmerkmale, Mehrwert für Kunde); Produktion, Vertrieb und Marketing; Markt und Konkurrenz; SWOT Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Gefahren); Patent- und Markenschutz; Unternehmensorganisation (Management, (Schlüssel-)Mitarbeiter, Berater); Finanz- und Zeitplan; allenfalls Finanzierungsangebot für Investoren. Die Zürcher Kantonalbank stellt einen Businessplanraster zur Verfügung.

Immer öfter verwenden Gründer zusätzlich einen "Pitch Deck" für die Präsentation ihrer Geschäftsidee. Das sind in der Regel kurz gehaltene Präsentationsfolien, die das Geschäftsvorhaben in den für Investoren relevanten Bereichen vorstellen. So können sich Gründerinnen und Gründer auf das Wesentliche ihrer Geschäftsidee fokussieren und reduzieren die Gefahr von zu langen, redundanten und unübersichtlichen Businessplänen. Schliesslich findet auch das "Business Model Canvas" Einzug in die Start-up Szene. Hier geht es im Grundsatz darum, jede Geschäftsidee anhand von zentralen Themen und Fragen übersichtlich und auf die wesentlichen Aspekte hin darzustellen und weiterzuentwickeln.

Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans

Die Erstellung des Businessplans erfordert Sorgfalt und Zeit. Lassen Sie sich bei Bedarf beraten oder besuchen Sie eine entsprechende Weiterbildungsveranstaltung. Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, fördert wissenschaftsbasierte Innovation im Interesse von Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft. Mit gezielten Trainings fördert Innosuisse das unternehmerische Denken des Wissenschafts- und Wirtschaftsnachwuchses. Start-ups und Gründungsinteressierte finden im individuellen Coaching optimalen Support. Weitere Informationen zu den verschiedenen von Innosuisse angebotenen Start-up Trainings Business Ideas, Business Concept (u.a. Businesspläne), Business Creation und Business Growth finden Sie hier

 

 

 

 

Finanzplan

Eine wesentliche Komponente des Businessplans ist die Finanzplanung. Mit diesem Führungsinstrument können Sie periodisch beurteilen, was zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht wurde und wo Sie gemäss Planung sein wollten. Dies führt in der Regel dazu, dass die Finanzplanung laufend den neuen Gegebenheiten angepasst wird (rollende Planung).

Fragen & Antworten

Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass ein guter Businessplan den folgenden Kriterien gerecht wird:

  • logisch strukturiert
  • aussagekräftig (vollständig, nachvollziehbar und mit Beilagen dokumentiert)
  • verständlich (präzise Sprache, leserfreundlich, empfängerorientiert verfasst)
  • überblickbar (maximal 30 bis 40 Seiten inkl. Anhang)
  • ansprechend (einfache und sinnvolle Charts und Tabellen)
  • realistisch und nachvollziehbar
  • überzeugend

 

Der Finanzplan umfasst in der Regel die folgenden Dokumente:

  • Planbilanz für die nächsten drei bis fünf Jahre
  • Planerfolgsrechnung für die nächsten drei bis fünf Jahre
  • Planmittelflussrechnung für die nächsten drei bis fünf Jahre
  • Liquiditätsplan für die nächsten ein bis zwei Jahre
  • situativ detaillierte Investitionspläne und / oder Investitionsrechnungen

Die Finanzplanung ist möglichst fachgerecht, sorgfältig und vorausschauend zu erstellen, sodass die Finanzpläne beständig und in sich widerspruchsfrei sind. Und bedenken Sie: Ihr Unternehmen kann nur bei genügender Liquiditätsversorgung überleben. Es dauert in der Regel länger als gedacht und ist teurer als geplant. Reserven einzuplanen lohnt sich! Die Zürcher Kantonalbank bietet mit dem KMU-Check-up ein Hilfsmittel für die Erstellung Ihres Finanzplans.

 

Im Zusammenhang mit der Finanzplanung wird oft auch die Unternehmensbewertung angeschaut und erstellt. Es gibt hierbei verschiedene Ansätze: Substanzwertmethode, Ertragswertmethode, Marktwertmethode und weitere Methoden. Mehr dazu unter Bewertungsansätze.

Es ist zu beachten, dass sich die Bewertung von jungen Unternehmen in der Regel schwierig gestaltet und oft auch ein Ergebnis der Verhandlungen mit möglichen Investoren ist. Selten beschränkt es sich dabei auf eine rein rechnerische Angelegenheit. Dies trifft noch stärker zu, wenn das Start-up-Unternehmen ein sehr innovatives Produkt und / oder eine innovative Dienstleistung anbieten wird, für das bzw. die es noch keine Erfahrungswerte gibt.