Student Entrepreneur 2018 mit Cleantech-Innovation

 

Christian Koch, Student am Institut für Umweltingenieurwissenschaften an der ETH Zürich, ist Student Entrepeneur des Jahres. Ausgezeichnet wurde er für sein Unternehmen SelfPuris. Es entwickelt Wasserreinigungsgeräte, die ohne Chemikalien sowie wenig Energie und Wartung funktionieren.

 

Letzten Freitag stellten sich 12 Jungunternehmer einer Jury und traten an, um Student Entrepreneur der Entrepreneurs‘ Organization Switzerland-Zurich zu werden. Nun steht das Resultat fest. Der Gewinner Christian Koch von SelfPuris sicherte sich ein Preisgeld von CHF 5000.- und weitere Unterstützungen im Wert von über CHF 4’000, sowie eine Teilnahme und die Chance auf ein Preisgeld von USD 30’000.- am mehrtägigen Finale der Global Student Entrepreneur Awards im April in Toronto, Kanada. Auch der zweitplatzierte Simon Hofer und der drittplatzierte Nathan Vogel erhielten Geldpreise und Sachleistungen.

“Christian Koch hat sich in einem harten Wettbewerb durchgesetzt. Überzeugt haben am Ende folgende drei Punkte: Bedingungsloses Engagement für sein Unternehmen und seine Vision, das internationale Potential seines Business und dessen social impact und wie er sein Studium und internationales Unternehmen unter einen Hut bringt“, erklärt Jurymitglied Jeremias Meier, Mitgründer von Bexio, die Wahl.

Für seine Wasserfilteranlage nutzt Koch einen so genannten Biofilm, eine Matrix aus organischen und anorganischen Substanzen, in die Bakterien eingelagert sind. Diese Mikroorganismen ernähren sich von den zurückgehaltenen Stoffen. Die neue Biofilm- Membranfiltrierungstechnologie, die in mehrjähriger Forschungsarbeit an der Eawag entwickelt wurde, funktioniert ohne Chemikalien, braucht wenig Energie und kaum Wartung.

Das kommerzielle Potential von SelfPuris ist erheblich. Der derzeitige Markt für Wasseraufbereitung wird auf 67 Milliarden US-Dollar geschätzt und wächst jährlich um 8%. Lateinamerika ist eine der Top-Investment-Destinationen. Zur Strategie erklärt Christian Koch: „Als unseren ersten Markt werden wir uns auf Mexiko konzentrieren, da es einer der schlechtesten Leitungswasserqualitäten der Welt hat und stark vom Klimawandel und der Wasserknappheit betroffen ist. Die Immobilienentwicklung ist eine boomende Branche in Mexiko und wir beschäftigen uns derzeit mit Immobilienentwicklern als unseren ersten Kunden.“ 

(Press Release/ SOK)

(Bild: ZVG)