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als Dienstleister
Dienstleistungen sind gefragt
Der Dienstleistungssektor gewinnt zusehends an Bedeutung. In der Stadt Zürich sind beispielsweise bereits 88 Prozent der Firmen in diesem Sektor tätig.
Bei den meisten Angestellten, die sich als Anbieter von Dienstleistungen selbständig machen, handelt es sich um Personen, die auf ihrem Fachgebiet gut qualifiziert sind: z. B. Computerfachleute, Buchhalter, Verkäufer oder Chemiker. Im Schnitt haben diese Personen zehn Jahre Berufserfahrung, wenn sie die selbständige Tätigkeit ins Auge fassen. Dies bedeutet, dass sie bereits über ein persönliches Netzwerk sowie über Branchenerfahrung verfügen. Zwei Faktoren, die den Start enorm erleichtern.
Charakteristisch ist, dass persönliche Dienstleistungen erbracht werden. Der Firmenstart benötigt somit nur geringe Investitionen, z.B. in Geräte und Hilfsmittel (Computer, Internet, Mobiliar etc.). Die wichtigsten Vorinvestitionen sind in das Produkt oder die Dienstleistung sowie in die Werbung bzw. den Marktauftritt zu tätigen.
Die ersten Kunden
In vielen Fällen ist der ehemalige Arbeitgeber auch der erste Auftraggeber: z.B. wenn keine neue Person gefunden oder eingearbeitet werden konnte oder wenn die internen Kapazitäten erschöpft sind. Auch haben sich etliche Dienstleistungsanbieter als Angestellte gute Beziehungen zu einzelnen Kunden aufgebaut, die weiterhin von derselben Person betreut werden möchten.
Problematisch kann es sein, wenn sich der neue Anbieter genau auf demselben Gebiet selbständig macht wie sein ehemaliger Arbeitgeber und es zu einer direkten Konkurrenzierung kommt. In diesem Fall ist es unumgänglich, sich vorgängig über das Vorgehen abzusprechen. So lange der künftige Dienstleister im Angestelltenverhältnis ist, darf er keine Kunden für sein künftiges Unternehmen abwerben. Problematisch könnte eine Konkurrenzverbotsklausel im Arbeitsvertrag sein. Allerdings ist diese relativ selten anzutreffen. Auch stellen sich bei der rechtlichen Durchsetzung einige Fragen.
Noch mehr Kunden
Führen Sie vor dem Firmenstart eine seriöse Geschäftsplanung durch und erstellen Sie einen Businessplan. Dieser hilft Ihnen, die Erfolgschancen des Projektes zu beurteilen, die Marketing-Massnahmen detailliert durchzudenken und den Kapitalbedarf zu bestimmen.
Kritische Punkte sind die Akquisition und der Verkauf. Meistens ist der Firmengründer auf seinem Fachgebiet versiert, war aber bislang noch nie unternehmerisch oder im Verkauf tätig. Gerade im Dienstleistungsbereich ist aber die Konkurrenz zahlreich. Deshalb ist es entscheidend, dass sich das eigene Angebot klar von demjenigen der Konkurrenz unterscheidet. Versuchen Sie auch, mit der Werbebotschaft eine eigenständige und prägnante Aussage zu übermitteln.
Besondere Beachtung verdient auch das Thema Akquisition. Im Anfangsstadium bestehen wenn, dann nur wenige Kundenkontakte. Deshalb müssen einerseits Netzwerke aufgebaut und gepflegt werden. Andererseits sind Massnahmen zu planen und umzusetzen, die potenzielle Kunden ansprechen, zu denen bislang noch keine Kontakte bestanden (sogenannte Kaltakquisition). Möglichkeiten zur Steigerung des Bekanntheitsgrades sind: Verfassen von Fachartikeln, Vorträge halten, an Seminaren teilnehmen, an Seminaren als Referent oder Referentin auftreten. Weitere Ideen finden Sie bei den Marketing-Tipps.
Zahlungsmoral der Kunden
Es empfiehlt sich, für die Aufbauphase, die sich bis zu mehreren Monaten hinziehen kann, genügend Kapital einzuplanen. Im Idealfall gehen bereits vor oder gleich nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit Aufträge ein. Rechnungen sind wenn möglich gleich im Anschluss an die Dienstleistungserbringung zu stellen. Bei länger dauernden Auftragsverhältnissen ist es ratsam, Vorauszahlungen und Teilrechnungen zu vereinbaren. Denken Sie daran, kritisch für Ihren Liquiditätsplan ist die Bonität Ihrer Kunden, bzw. deren Bereitschaft, das Geld in der vereinbarten Zahlungsfrist zu überweisen.
Überlastung verhindern
Dienstleister, die eine Einzelunternehmung gründen, sind gleichzeitig Chef, Unternehmer und Mitarbeiter und nehmen die meisten Aufgaben selber wahr: Sie akquirieren Aufträge, erbringen Dienstleistungen, usw.
Um einer Überlastung entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, einzelne Dienstleistungen - zum Beispiel die Buchhaltung - einer externen Fachkraft zu übertragen, um die eigenen Ressourcen zu schonen und sich auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren zu können.
Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit dem StartZentrum Zürich verfasst.