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als Betreiber eines Webshops
Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW leistet freundlicherweise fachliche Unterstützung bei der Bewirtschaftung dieser Themenseite.
Bedeutung Webshop
Das Internet ist in der Geschäftstätigkeit längst nicht mehr wegzudenken. Kunden "googeln" nach Anbietern und Angeboten und recherchieren in Foren und Webshops. Die Internet-Präsenz wurde für die meisten Unternehmen zur Selbstverständlichkeit und die Kunden werden auf dem neuen Vertriebskanal bestmöglich unterstützt.
Diese Unterstützung erstreckt sich von der Informations-Bereitstellung über den Abverkauf von Waren und Dienstleistungen bis hin zu kundenprofilabhängigen Webauftritten und Shopping-Portalen.
Bei diesem Textbeitrag geht es in erster Linie um den Einstieg in den Handel bzw. Verkauf via Internet in Form eines Webshops / virtuellen Ladens / e-Shops.
Ergänzend dazu gilt es anzumerken, dass sich im Internet laufend neue Geschäftsfelder eröffnen (u.a. soziale Netwerke, Unterhaltung, Spiele / Games, Online-Lernen). Zu diesen Themen gibt es sehr aktive Communites. Mehr dazu in der rechten Spalte unter Links: Infos & Communites.
Vor- und Nachteile Webshop
Vorteile:
- Standort: Ein Webshop ersetzt oftmals die Geschäftsfiliale und erspart Aufwendungen für repräsentative Verkaufsräume. Statt das der Kunde zum Anbieter reisen muss, liefert der Anbieter seine Informationen direkt und weltweit an den Standort (bzw. den Web-Browser) des Kunden.
- Öffnungszeiten: Ein Webshop ist jederzeit für jeden Kunden zugänglich.
- Marketing: Im Internet haben sich eigene Marketing-Regeln und -Player etabliert. Über einen geschickten Marketing-Mix kann die eigene Präsenz kostengünstig gefördert werden.
- Selbstbedienung: Kunden besorgen sich die Informationen heute weitgehend selbständig im Internet. Eine geschickte Informations-Bereitstellung im Webshop (Einhaltung von Standards, übersichtliche Navigationsleiste, etc.) erspart unnötigen Bedienungs- und Beratungsaufwand.
- Aktualität: Produkteinformationen und Preisangaben lassen sich im Webshop innert Kürze anpassen. Ein Riesenvorteil im Vergleich zu gedruckten Informationsmitteln, die rasch veralten.
- Automatisierung: Die Geschäfsprozesse lassen sich weitgehend automatisieren. Vom Bestellungseingang an können die Daten an Zulieferer, Produktion, Lagerverwaltung, Buchhaltung und Fakturierungsstelle weitergeleitet werden.
Nachteile:
- Umsetzung: Eine Vielzahl von Technologien steht bereit, um einen Webshop schnell und günstig einzurichten, sowie andere Systeme daran anzuschliessen. Der Einsatz will allerdings überlegt sein und erst die Auseinandersetzung mit dieser Materie zeigt die Möglichkeiten sowie Einschränkungen auf.
- Personalisierung: Nicht jedes Geschäft kann über einen Webshop abgewickelt werden. Wo ausführliche und persönliche Beratung notwendig ist, sollten flankierende Massnahmen getroffen werden. Hier stehen neben dem Telefon gratis verfügbare Services wie Skype-Telefonie, Chatting und Foren zur Verfügung.
- Zahlungsabwicklung: Zahlungen werden immer noch hauptsächlich mit der Kreditkarte geleistet. Daneben erfreuen sich die Zahlungssysteme PayPal und Giropay zunehmender Beliebtheit. Die Zahlungsabwicklung geschieht heute sicher, ist jedoch mit zusätzlichem Aufwand sowie Kosten verbunden.
- Sicherheit: Wie auch in der realen Welt können Daten verloren gehen oder in die falschen Hände geraten. Heute stehen umfangreiche Werkzeuge zur Verfügung um sich gegen Gefahren abzusichern.
Gesetzliche Einschränkungen
Grundsätzlich gibt es im Kanton Zürich keine gesetzlichen Einschränkungen für den Handel über das Internet. Bewilligungspflichtig sind der Handel mit Waffen, Alkohol und Tabakwaren sowie die Vermittlung von Personal und Wohnungen gegen Gebühr.
Die Preisbekanntgabeverordnung regelt auch im Internet Preisklarheit, Vergleichbarkeit der Preise sowie die Verhinderung irreführender Preisangaben.
Bei der Gestaltung der Inhalte ist zudem darauf zu achten, dass sie moralisch und ethisch vertretbar sind.
Schritte zum Webshop
1) Prüfung der Geschäftsidee
2) Erstellung Businessplan
3) Sichern des Domain-Namens
4) Festlegung Verkaufsmodell (Details nachstehend)
5) Definition der Geschäftsprozesse
6) Einrichten eines Servers
7) Gestaltung und Umsetzung der Website
8) Marketing-Masnahmen via Google, Search, Yahoo, etc. sowie Eintrag der Website in Branchen- und Marktplatz-Verzeichnissen
Die Umsetzung der technischen Abwicklung ist abhängig von der Komplexität der Geschäftsidee und der notwendigen Prozess-Schnittstellen. Hierfür sollte ausreichend Zeit eingeplant werden.
Geschäftsmodelle
Beim Webshop werden physische Produkte direkt an Verbraucher oder einzelne Unternehmen verkauft. Die Zahlung kann dabei online via Kreditkarte erfolgend oder über einen von einer Kreditkartenfirma akkreditierten Zwischenhändler wie PayPal oder Giropay abgewickelt werden. Letzteres erfreut sich zunehmender Akzeptanz und stiftet Vertrauen bei der Kundschaft.
Produkte können aber auch ohne eigenen Webshop über Online-Handelsplätze wie Ricardo oder Ebay vertrieben werden. Hier verfügt der Anbieter über keinen eigenen Shop, sondern bietet auf seiner Website lediglich Produkteinformationen an. Das Produkt selber wird in einer Online-Auktion verkauft. Die Zahlungsabwicklung erfolgt via Kontenüberweisungen oder der Drittpartei. Diese Variante verursacht wenig Aufwand, birgt aber den Nachteil, dass das Produkt in einem fremden Umfeld und neben fremden Produkten verkauft wird und das Image der eigenen Unternehmung nicht transportiert werden kann.
Abhängig von der Geschäftstätigkeit haben sich im Internet weitere Geschäftsmodelle etabliert:
- Information Broker: Bietet Einzelpersonen oder Unternehmen Informationen zu Produkten, Preisen und Verfügbarkeit. Finanziert sich durch Werbung und durch die Vermittlung von Käufern und Verkäufern
- Transaction Broker: Spart Benutzern Zeit und Geld durch die Online-Bearbeitung von Verkaufstransaktionen und stellt für jede ausgeführte Transaktion eine Gebühr in Rechnung.
- Online-Handelsplatz: Stellt eine elektronische Umgebung für Käufer und Verkäufer bereit, in der diese nach Produkten suchen, Produkte anzeigen und Preise für diese Produkte festlegen können.
- Content Provider: Erzielt Erträge, indem Inhalte in elektronischer Form, z.B. Nachrichten, Musik, Fotos oder Videos, im Web bereitgestellt werden.
- Online-Diensteanbieter: Bietet einen Online-Dienst für Einzelpersonen und Unternehmen an. Finanziert sich durch Abonnement- oder Transaktionsgebühren, Werbung oder durch die Erfassung von Marketinginformationen über die Benutzer.
- Virtuelle Gemeinschaft: Stellt einen Treffpunkt zur Verfügung, an dem sich Personen mit gleichem Interessenschwerpunkt austauschen und nützliche Informationen dazu finden können.
- Portal: Stellt einen Eintrittspunkt in das Web sowie spezielle Inhalte und zugehörige Dienste bereit.
Sicherheit und Prozesse
Die folgenden Stellen engagieren sich für sichere und seriöse e-Business-Lösungen:
- Eidg. Büro für Konsumentenfragen
- eXperience - Know-how aus realisierten e-Business-Projekten
- KOBIK - Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität
- WinLink - Verein für Informations- und Kommunikationstechnologie in der Region Zürich / Bodensee
- Zentrum für Wirtschaftsinformatik an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (mit Fokus auf Prozessmanagement)